Ich kann mich noch genau an meine erste Schreibmaschine erinnern. Ich war zwölf, als ich sie bekam. Es war eine Reiseschreibmaschine von Quelle, beige und mit Plastikdeckel.

Natürlich war sie mechanisch, damals war eine elektrische Schreibmaschine viel zu teuer. Aber ich habe mich sehr darüber gefreut und sie danach eifrig benutzt.

Genauso wie ich heute noch schreibe – mit vier Fingern – habe ich damals schon mit viel Leidenschaft Geschichten ersonnen. Das mit den Tippen verlief nicht immer glücklich, wofür mein hoher Verbrauch an Tipp Ex-Streifen spricht. Doch meine Fantasie konnte ich endlich ausleben.

Zuerst habe ich die Helden, die ich schon kannte, auf neue Abenteuer geschickt. Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise wurde in neue Welten geschickt, und auch James Bond hat durch mich neue Abenteuer erlebt.

Wenn ich keine Schreibmaschine vor mir hatte, so zum Beispiel in der Schule, habe ich Comics gemalt.

Das waren meist vier- oder fünfseitige Geschichten, die im All bei den Schombels spielten, oder den etwas begriffsstutzigen Agenten 00 zu Helden hatten. Damit war die Saat gelegt, die später viele Früchte trug. Ich begann, Literatur zu studieren, und als die ersten Computer aufkamen, war ich selig.

Auf ein paar dünnen Floppy Disks kriegte ich Word 4.0 und fing mit dem Schreiben als Hobby an. Bald entstand eine Serie von Science-Fiction Romanen, von denen ich den ersten, leicht durchgedrehten Band zum Spaß später veröffentlicht habe. (Er ist noch immer als E-Book auf meiner Seite lieferbar.)

Als ich schließlich begriff, wie Romane funktionieren, verfasste ich einen Regionalkrimi über Hannover, da dieser Art von Kriminalromanen  sehr beliebt ist. Ich  hatte Glück. Als der Roman fertig war, musste ich nur ein Exposé verschicken, ehe ein Verlag mir sagte, dass sie meinen Roman verwegen wollten. Schließlich konnte ich meinen ersten Kriminalroman um Jarre Behrend vorstellen.

Ich hoffe, meine Bücher machen euch soviel Spaß, wie mir.